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8. Glossar: Begriffserklärungen rund um PDF/A

Adobe Acrobat

Programm zur Erstellung und Bearbeitung von PDF-Dateien. Es wurde von Adobe Systems 1993 mit Version 1 eingeführt. Derzeit aktuell ist Version 8. Zur Acrobat-Familie zählen Acrobat Standard, Professional und Elements, die sich jeweils in der Ausstattung unterscheiden. Zum Lieferumfang von Acrobat Professional zählt der Distiller, der aus PostScript- und EPS-Daten PDF-Dokumente erstellen kann.

Adobe Reader

Der Adobe Reader (früher als Acrobat Reader bekannt) ist der kostenlose PDF Viewer von Adobe. Das Programm läuft auf diversen Computer- und auch Mobilgeräte-Plattformen und wurde weltweit millionenfach von der Unternehmensseite heruntergeladen. Die Gratisverteilung des Programms ist mit für den Erfolg von PDF verantwortlich. Der Reader 8 ermöglicht auch das Sichern von Formular-Dateien, wenn diese Option vom Ersteller in Acrobat Professional freigeschaltet wurde.

Der kostenlose Adobe Reader ist in der Version 8 auch in der Lage, Formular-Daten zu speichern, wenn die Datei dies zulässt.

Adobe Systems

Die US-amerikanische Softwarefirma wurde 1982 von John Warnock und Charles Geschke gegründet. Beide entwickelten das Format PostScript für den Druck von Dateien. Die Bezeichnung Adobe bedeutet engl. Lehmziegel. In der Nähe der Firma fließt der Fluss Adobe Creek. Zu den bekannten Produkten zählen Photoshop, Illustrator, InDesign und Acrobat. PDF ist eine Erfindung von Adobe.

Barrierefreiheit

Barrierefreiheit im digitalen Bereich hat das Ziel, dass auch Anwender mit verminderter Sehfähigkeit, motorischen Einschränkungen oder anderen Behinderungen am Informationsfluss teilnehmen können. Webseiten oder auch andere Dateien müssen so aufgebaut sein, dass sich eine klare Ablaufstruktur ergibt, die etwa Vorlesesoftware für die korrekte Wiedergabe benötigt. PDF-Dateien können komplett barrierefrei und zugleich PDF/A-konform sein. Die Barrierefreiheit wird in den USA und Europa zunehmend auch gesetzlich geregelt.

Bildauflösung

Ein digitales Bild setzt sich aus Pixeln (Bildpunkten) zusammen. Die Anzahl dieser Pixel pro Fläche ist entscheidend für die Bildqualität. Eine hohe Auflösung bedeutet wegen dem Mehr an Informationen auch eine höhere Dateigröße. Für den Bildschirm ist eine Auflösung von 72 ppi gebräuchlich (Pixel per Inch, die Einheit Inch entspricht 2,54 Zentimeter); für den Druck werden häufig 300 ppi gewählt.

Links liegt eine Bildauflösung von 72 ppi vor, das rechte Bild ist in 300 ppi aufgelöst (Abbildungen zur Verdeutlichung vergrößert

CCITT-Group-4

Das „Comité Consultatif International Téléphonique et Télégraphique“ entwickelte für das Versenden von Faxmitteilungen dieses verlustfreie Kompressionsverfahren für Schwarzweißbilder (Strichbilder).

CMYK

Die Abkürzung steht für Cyan, Magenta, Yellow und Key, die vier Grunddruckfarben Zyanblau, Magentarot, Gelb und Schwarz. Aus diesen vier Farben lassen sich über Rasterpunkte in unterschiedlichen Größen und mit bestimmten Verteilungsmustern beliebige Farbbilder realistisch darstellen und Grafiken und Text drucken. Leuchtfarben und bestimmte andere Farbtöne sind nicht gut mit CMYK darstellbar. Für solche Aufgaben gibt es Schmuckfarben.

Digitale Signatur

Elektronische Unterschriften sind wichtig für viele Geschäfts- und Verwaltungsbereiche. Sie dienen der Identifikation etwa des Urhebers eines Dokuments oder auch der Lese- oder Nutzungsberechtigung eines Empfängers. Digitale Signaturen müssen verschlüsselbar und fälschungssicher sein. Sie lassen sich in PDF-Dateien unter anderem via Acrobat und Adobe Reader verwalten und anwenden. PDF/A und digitale Signaturen erfordern eine genaue Planung des Ablaufs.

Distiller

Der Distiller ist ein (Hilfs-) Programm zum Erzeugen von PDF-Dokumenten aus dem Druckdatenformat PostScript. Das Programm ist Bestandteil von Adobe Acrobat seit Version 1. Mit dem Distiller lassen sich Abläufe auch automatisieren, indem sogenannte überwachte Ordner eingerichtet werden.

Über den Distiller lassen sich PDF/A-1b-Dokumente erstellen. Die Wandlung nach PDF/A-1a ist nicht möglich, da sich unter anderem die geforderten Strukturen nicht übernehmen oder herstellen lassen.

DMS

Die Abkürzung steht für Dokumenten-Management-System. Man versteht darunter die Verwaltung ursprünglich meist auf Papier gedruckter Dokumente in elektronischen Systemen. DMS ist ein wichtiger Bestandteil für die elektronische Archivierung von Dokumenten.

Dokumentenscanner

Diese speziellen Geräte dienen der schnellen Erfassung großer Dokumentenmengen in möglichst kurzer Zeit. Dokumentenscanner erlauben das Digitalisieren ganzer Dokumentstapel, samt Vorder- und Rückseite. Zunehmend wird das eingescannte Material als PDF gesichert, für die Archivierung empfiehlt sich PDF/A.

Dokumenteigenschaften

Die Dokumenteigenschaften (auch „Dokumentinformationen“ genannt) von PDF-Dateien umfassen vier Einträge: Dokumenttitel, Verfasser, Thema und Stichwörter. Diese Einträge zählen zu den grundsätzlichen Informationen aus dem Bereich Metadaten. In Adobe Acrobat und im Adobe Reader lassen sich die Dokumentinformationen über das Tastaturkürzel „Strg-D“ aufrufen.

Die Dokumenteigenschaften in Acrobat 8 Professional. Hier lassen sich Informationen unter anderem zum Titel und zu Verfasser ablegen.

Farbmanagement

Auch „Colormanagement“ genannt. Eine Technologie, die dabei hilft, dass Farben „überall“ gleich aussehen, egal ob am Monitor, im Prüfdruck, im Zeitungsdruck oder im Kunstdruck. Bei dieser Aufgabe sind Farbprofile (meist ICC-Profile) wichtig, die für eine geräteunabhängige Darstellung von Farben sorgen. Farbmanagement umfasst alle Produktionsstufen, von der Digitalisierung per Scanner oder Digitalkamera über die Bearbeitung bis zur Ausgabe am Bildschirm oder im Druck.

Font

Englische Bezeichnung für Schriftart bzw. Zeichensatz. Zu einem Font gehören die Buchstaben eines Alphabetes, sowie die Ziffern und gegebenenfalls auch andere grafische Symbole.

Glyphe

Bei einer Glyphe handelt es sich um die grafische Form eines Zeichens. Das Zeichen entspricht der abstrakte Idee eines Buchstabens oder eines Schriftsymbols. Die Glyphe ist deren konkrete grafische Darstellung.

ICC-Profil

ICC-Profile sind entscheidende Faktoren im Farbmanagement. Ein ICC-Profil ist ein Datensatz, der den Farbraum eines Farbeingabe- oder Farbwiedergabegeräts (Monitor, Drucker, Scanner und weitere) beschreibt. ICC ist übrigens die Abkürzung für „International Color Consortium“ eines Verbandes von Grafik-, Bildbearbeitungs- und Layoutprogramm-Herstellern.

ISO

Die „Internationale Organisation für Normung“ erarbeitet internationale Normen, darunter auch den PDF/A-Standard, der unter dem Label „ISO 19005-1:2005“ veröffentlicht wurde. Die Organisation wurde 1947 in Genf gegründet, inzwischen sind 150 Länder in der ISO vertreten. Die Normen werden in Komitees und Subkomitees erarbeitet und nach Fertigstellung gedruckt und digital publiziert.

JBIG

JBIG ist ein Standard für die verlustfreie Komprimierung von digitalen Bildern. Die Bezeichnung ergibt sich aus den Anfangsbuchstaben der Herausgebergruppe „Joint Bi-level Image Experts Group“. JBIG wurde speziell für Schwarzweißbilder wie etwa Faxe entwickelt.

JPEG

Die Abkürzung steht für „Joint Photographic Experts Group“, die Gruppe, die das Bildkompressionsverfahren entwickelt hat. Das Verfahren bot zum Zeitpunkt seiner Entwicklung erstmalig die Möglichkeit, die für den Druck erforderlichen hohen Bildauflösungen mit relativ geringen Datenmengen zu kombinieren. Es ist ein verlustbehaftetes Kompressionsverfahren, das allerdings nicht für Schwarzweißbilder geeignet ist. Es gibt die Qualitätsstufen „Niedrig, Mittel, Hoch, Maximum“, die der Anwender beim Sichern einstellen kann. Je geringer die Qualität, desto kleiner die Datei. PDF/A erlaubt die JPEG-Kompression. Nachfolgeprojekte sind JBIG (Bi-level Images, Schwarzweißzeichnungen) und JPEG2000 (bessere Kompression).

JPEG2000

Standard zur Bildkomprimierung, der wie JPEG von der Joint „Photographic Experts Group“ herausgegeben wird. JPEG2000 beherrscht sowohl verlustfreie als auch verlustbehaftete Komprimierung. Das Bilddateiformat kann eine Reihe von Metadaten aufnehmen, die das Verwalten und Auffinden von Bildern im Internet erleichtern. JPEG2000 ist in PDF/A-1a und -1b nicht erlaubt, PDF/A-2 wird diese Kompression dann berücksichtigen.

Kommentare

Auch Anmerkungen oder englisch „Annotations“ genannt. Text-Kommentare ermöglichen beispielsweise einen ausgefeilten Korrektur-Workflow mit PDF-Dateien, etwa im Redaktionsbereich. Adobe Acrobat ermöglicht den Austausch von Kommentaren auch mit Empfängern, die „nur“ den kostenlosen Adobe Reader (in der aktuellen Version) verwenden. PDF/A erlaubt Textanmerkungen, verbietet jedoch einige Kommentar-Typen wie etwa Sound und Movie.

Acrobat hält eine Reihe ganz unterschiedlicher Kommentartypen bereit, von denen nicht alle in PDF/A erlaubt sind (Abbildung zeigt einen Ausschnitt).

Kompression

Technisches Verfahren, um die Dateigröße zu verringern. Es wird unterschieden zwischen verlustbehafteten Kompressionen wie etwa JPEG und verlustfreien Verfahren wie der ZIP-Kompression. PDF kann Kompressionen auf Objekte der Seitenbeschreibung einsetzen, etwa wenn ein eingebettetes Bild über JPEG komprimiert wird, es können aber auch andere Elemente einer PDF-Datei, die nicht Bestandteil der Seitenbeschreibung sind komprimiert werden. Seit PDF 1.6 können diese Elemente sogar gemeinsam zu einem komprimierten Objekt zusammengefasst werden (objektübergreifende Kompression).

Konvertierung

Der Begriff Konvertierung bezeichnet die Überführung von einem Dateiformat in ein anderes.
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Library

Programmbibliothek, die im Unterschied zu Programmen keine eigenständig lauffähige Einheit darstellt. Es handelt sich hierbei um Hilfsmodule, die Programmen zur Verfügung gestellt werden.

LZW

Ältere, verlustfreie Bildkompression aus den 1970er/80er Jahren, die nach ihren Erfindern Abraham Lempel, Jacob Ziv und Terry A. Welch benannt ist. Das Verfahren ist bei PDF/A untersagt, weil es lange Zeit unter Lizenzbeschränkungen stand.

Metadaten

Ein digitales Dokument kann zusätzliche Informationen zu seinen Eigenschaften enthalten, sogenannte Metadaten. Metadaten geben Auskunft zum Beispiel über den Autor der Datei, den Titel des Dokuments, ermöglichen eine Kategorisierung über Stichwörter und lassen Copyright-Informationen zu. Eine moderne Art der Metadatenorganisierung ist in allen Adobe-Produkten über XMP integriert.

Metadaten in einer PDF-Datei, angezeigt in Acrobat Professional.

OCR

Die Abkürzung steht für „Optical Character Recognition“, also Texterkennung mit optischen Verfahren. Mit OCR lassen sich pixelbasierte Daten von eingescannten Dokumentseiten nachträglich mit durchsuchbarem Text ausstatten.

OutputIntent

Englischer Begriff für Ausgabebedingung. Der OutputIntent ist Bestandteil des Farbmanagements. Per OutputIntent kann einer Datei (auch einer PDF-Datei) mitgegeben werden, für welche Ausgabestrecke sie gedacht ist. Dies wird in der Regel über ein ICC-Ausgabeprofil realisiert. Während beispielsweise eine PDF-Datei für den Offsetdruck den OutputIntent „ISO Coated“ nutzen kann, so ist eine PDF-Datei für den Bildschirm mit sRGB optimal bedient. Ein OutputIntent ermöglicht auch die Anpassung der Farben auf einem anderen Ausgabegerät. Beispielsweise stellt Adobe Acrobat seit Version 6 ein PDF mit einem OutputIntent für den Offsetdruck anders dar, als wenn das gleiche PDF einen OutputIntent für den Zeitungsdruck hätte.

PDF

Abkürzung für „Portable Document Format“. Plattformunabhängiges, offengelegtes Dateiformat, das seit 1993 von Adobe Systems entwickelt wird. PDF kann wie ein Container verschiedenartigste Elemente enthalten: Bild , Text, Sound, Filme, 3D-Objekte, Formularelemente und vieles mehr. Der Funktionsumfang von PDF wird stetig erweitert, aktuell ist die PDF-Spezifikation 1.7, die mit Adobe Acrobat 8 eingeführt wurde.

PDF Viewer

Anzeigeprogramme für PDF-Dokumente. Neben dem Adobe Reader gibt es zum Beispiel das Programm „Vorschau“ das zum aktuellen Betriebssystem von Apple gehört. Es sind einige kostenlose oder auch kostenpflichtige PDF Viewer für verschiedene Plattformen erhältlich.

PDF-Layer

Ebenen in PDF-Dateien. Zutreffender ist die Bezeichnung „Bedingter Inhalt“ (Optional Content Group/OCG), da es sich bei dieser Technologie nicht um Ebenen wie in Photoshop handelt, sondern um Inhalte, die je nach (einstellbarem) Zusammenhang unsichtbar oder sichtbar sein können. Wegen dieser Uneindeutigkeit sind PDF-Layer/OCGs in PDF/A nicht zulässig.

Ebenen in PDF: PDF-Layer (OCGs) können unter anderem für Sprachebenen in PDF-Dateien genutzt werden.

PDF-Version

PDF wird stetig weiterentwickelt. Regelmäßig zu jeder neuen Acrobat-Version gibt Adobe auch eine neuen PDF-Spezifikation heraus, die in einer „PDF-Referenz“ publiziert wird. Seit Acrobat 8 ist PDF 1.7 verfügbar (Eselsbrücke: man kann die PDF-Versionsziffern addieren, um die passende Acrobat-Version herauszubekommen, etwa PDF 1.3 gehört zu Acrobat 4).

PDF/A

Standard, der von der Normierungsorganisation ISO speziell für die Langzeitarchivierung von PDF-Dateien entwickelt wurde. Unter der Bezeichnung ISO 19005-1:2005 wurde PDF/A-1 2006 verabschiedet. Diese erste Version legt auf Basis der PDF 1.4 Spezifikation fest, welche Elemente dieser Spezifikation in einer PDF/A-Datei vorkommen dürfen. PDF-Bestandteile, die erst in einer späteren Version der PDF-Spezifikation eingeführt wurden, dürfen daher nicht in PDF/A-Dateien verwendet werden. Solche Bestandteile müssen entweder modifiziert oder entfernt werden. Eine bereits in Arbeit befindliche PDF/A-2-Norm wird eine neuere PDF-Spezifikation heranziehen.

PDF/X

Standard, der von der ISO für die Prepress-Branche erarbeitet wurde. PDF/X ist in den ISO-Standards 15929 und 15930 genormt. Der Standard ermöglicht die verlässliche Weitergabe von PDF-Druckdateien ohne langwierige vorherige Absprachen. Verbreitet sind die Varianten PDF/X-1a und PDF/X-3, wobei PDF/X-1 ausschließlich für die Arbeitsweise mit CMYK (und gegebenenfalls Sonderfarben) gedacht ist wohingegen PDF/X-3 auch profiliertes RGB zulässt.

PDFMaker

Der PDFMaker von Adobe ist ein Makro, das zusammen mit Adobe Acrobat installiert wird. Es ermöglicht unter anderem das Erstellen von PDF-Dateien aus Word. Der PDFMaker erzeugt PDF-Dateien mithilfe von Acrobat Distiller, hat also Zugriff auf alle PDF-Settings des Adobe-Programms.

Plug-In

Von englisch „to plug in“ gleich „anschließen“. Ein Plug-In ist Zusatzmodul für ein Hauptprogramm. Zusatzmodule werden häufig von Drittherstellern auf den Markt gebracht. Adobe Acrobat kann durch Plug-Ins um vielerlei Funktionen erweitert werden.

ppi

Maßeinheit für die Bildauflösung „pixel per inch“, übersetzt „Bildpunkte pro Zoll“. Ein Zoll beträgt 2,54 Zentimeter.

PostScript

PostScript ist eine Seitenbeschreibungssprache, die seit 1984 von der US-amerikanischen Firma Adobe Systems entwickelt wird. Druckseiten werden ins PostScript-Format gewandelt, um sie auf unterschiedlichen Ausgabegeräten in beliebiger Größe und Auflösung verlustfrei auszugeben. Der Funktionsumfang wurde zweimal erweitert, derzeit aktuell ist PostScript Level 3 (verfügbar seit 1998).

Preflight

Das zum Lieferumfang von Acrobat zählende Plug-In ist ein Prüfwerkzeug für PDF-Dateien. Es wird von der Berliner Firma callas software entwickelt. Seit Acrobat 8 ist Preflight neben der Kontrolle von PDF auch in der Lage, Korrekturen auszuführen. Über Preflight nimmt Acrobat auch sämtliche PDF/A-Validierungen und -Konvertierungen vor. Neben den mitgelieferten Prüf- und Kontrollprofilen kann der Anwender auch eigene Profile anlegen.

RGB

Der aus den drei Primärfarben Rot, Grün und Blau aufgebaute Farbraum wird bei Farbbildschirmen eingesetzt. Das additive Farbmodell sieht für die drei Grundfarben jeweils 255 Stufen vor, wobei Weiß entsteht, wenn alle drei Komponenten mit dem Wert 255 vorliegen (und entsprechend Schwarz, beim Wert 0).

sRGB

sRGB-Farbraum, oder Standard RGB, der 1996 durch eine Kooperation von Hewlett-Packard und Microsoft entwickelt wurde.

Links der sRGB-Farbraum und rechts der allgemeine RGB-Farbraum in einer schematischen Darstellung.

Tagged PDF

Strukturiertes PDF. Die inhaltliche Struktur einer PDF/A-Datei muss mittels Tagged PDF angegeben sein. Tagged PDF ist auch Voraussetzung für Barrierefreie bzw. zugängliche PDF-Dateien. Die Strukturen können im Ursprungsdokument (etwa InDesign) angelegt werden, sie können auch nachträglich in PDF realisiert werden. Im Gegensatz zu PDF/A-1b-Dateien müssen PDF/A-1a-Dateien Strukturinformationen (Tagging) enthalten.

Tags

Markierung. Hilfsmittel bei der Herstellung von Tagged PDF. Ein Bild kann etwa mit dem Tag „Grafikobjekt“ versehen werden und eine alternative Bildbeschreibung beigefügt bekommen.

Tags in Acrobat Professional: Alle Elemente einer Tagged PDF Datei erhalten Markierungen, die sie eindeutig einem Inhalt und einer Form zuweisen. Außerdem regeln Tags die Abfolge.

TIFF

Das Bilddateiformat TIFF (Tagged Image File Format) wurde von Aldus (1994 von Adobe übernommen) und Microsoft für gescannte Rastergrafiken für die Farbseparation entwickelt. TIFF kann Ebenen enthalten. Um die Dateigröße zu verringern, können JPEG- oder ZIP-Kompressionen verwendet werden. Die Variante für Schwarzweiß-Bilder TIFF-G4 ist seit langer Zeit ein wichtiges Format für die Archivierung von eingescannten Dokumenten.

TIFF-G4

TIFF-G4 ist eine monochrome TIFF-Art, die über das Verfahren CCITT-Group-4 komprimiert wird. Diese TIFF-Dateien vereinen eine brauchbare Lesbarkeit von Textdokumenten mit einer relativ geringen Dokumentgröße, was gerade bei Archiven mit zahlreichen Dateien wichtig ist.

Transparenz

Durchscheinende Objekte sind auch in PDF-Dateien möglich. Ist die Deckkraft eines Elements geringer als 100 Prozent, so scheint der Hintergrund durch. Transparenzen sind seit PDF 1.4 (Acrobat 5) in PDF-Dokumenten realisierbar. Transparenz ist in PDF/A untersagt.

Unicode

Internationaler Industrie-Standard, der vom gemeinnützigen Unicode Consortium seit 1991 vorangetrieben wird. Ziel ist es, für jedes Zeichen aller bekannten Schriftkulturen beziehungsweise Zeichensysteme eine digitale Entsprechung festzulegen. Es gibt verschiedene Formate, wobei UTF-8 (Unicode Transformation Format) das gebräuchlichste ist, etwa für das Internet und in gängigen Betriebssystemen.

Validierung

Von lateinisch „validus“ gleich „wirksam“. Eine Validierung ist die Prüfung einer These, die mit der Verifizierung („stimmt“), Falsifizierung („stimmt nicht“) oder unklar endet. Im Zusammenhang mit PDF/A bedeutet Validierung, dass eine als PDF/A deklarierte Datei daraufhin geprüft wird, ob sie tatsächlich dieser Norm entspricht.

Noch nicht Validiert: Mit dem Acrobat-Tool Preflight können PDF/A-Dokumente auf ihre Gültigkeit geprüft, also validiert werden.

XML

Die „Extensible Markup Language“ – kurz XML – ist eine erweiterbare Auszeichnungs-Sprache, die für die Strukturierung von Dokumentinhalten genutzt werden kann.

Mit XML lassen sich strukturierte Informationen in einer Art Baumstruktur ablegen.

XMP

Die Abkürzung steht für „Extensible Metadata Platform“, eine Auszeichnungstechnologie für Metadaten. Mit XMP mit sollen Metadaten in Adobe-Programmen nach einem einheitlichen Schema integriert werden.

XPS

Steht für „XML Paper Specification“, ein Dokumentenformat von Microsoft.

ZIP

Das ZIP-Dateiformat ist ein offenes Format zum Komprimieren von Dateien. Die ZIP-Kompression ist verlustfrei, sie funktioniert gut bei Bildern, die große Bereiche in einer Farbe oder in sich wiederholenden Mustern enthalten. Für PDF/A-Dokumente ist es zulässig, die ZIP-Kompression zu nutzen.