Dynamische Workflows mit Variablen einrichten

Die meisten Prüfungen eines PDF-Dokuments sind allgemeiner Art: Die Farben müssen übereinstimmen, eine hinlängliche Bildauflösung ist erforderlich, das Dokument muss frei von risikoreichen PDF-Konstrukten sein usw. In diesen Fällen reicht es vollkommen, ein einziges Preflight-Profil zu erstellen, das für viele unterschiedliche Produkte oder Workflows genutzt wird.
Doch gelegentlich sind die Prüfparameter sehr speziell und können nicht einfach für mehrere Einsätze verwendet werden. Ein Beispiel für einen solchen Fall ist die Überprüfung von Job-Maßangaben (Breite und Höhe). Diese Maßangaben können für jeden Job andere Werte haben. Das würde bedeuten, dass Sie dieses eine Profil duplizieren und eine spezielle Überprüfung für spezielle Maßangaben eingeben müssten. Klingt nicht nach der besten Idee …
Glücklicherweise unterstützen pdfToolbox und pdfaPilot Variablen, wodurch das Preflight dynamisch abläuft (unterschiedlich für jedes Produkt oder sogar jede überprüfte PDF-Datei). Und das Beste? Sie sind ganz einfach in ihrer Anwendung!

Eine statische (reguläre) Größenüberprüfung

Bei der Überprüfung der Größe (Maße) eines PDF-Dokuments werden im Grunde die Höhe und Breite der Seiten-Box, üblicherweise der Trimbox, die die Größe des letztendlichen Dokuments darstellt, geprüft. Eine solche Überprüfung kann folgendermaßen aussehen.

Abbildung 1: eine Preflight-Überprüfung für Höhe und Breite der Trimbox

Bei der Prüfung werden Breite und Höhe der Trimbox ermittelt; in diesem Beispiel wird die Orientierung berücksichtigt (mit anderen Worten, für die Intention dieser Prüfung sind Quer- und Hochformat nicht austauschbar).

Eine dynamische (variable) Größenüberprüfung

Wenn Sie sich das Fenster ansehen, bei dem die statische Prüfung definiert ist, sehen Sie mehrere orangefarbene Symbole. Jedes Symbol ermöglicht die Eingabe einer Variablen für das spezielle Prüfelement. Wenn Sie darauf klicken, wird ein Variableneditor aufgerufen.


 Abbildung 2: Variableneditor in pdfToolbox

Um eine Variable bei einer Prüfung oder Fehlerbehebung zu definieren, benötigt die pdfToolbox drei Informationen:
•    Bezeichnung: wird angezeigt, wenn die Prüfung oder Fehlerbehebung in pdfToolbox Desktop ausgeführt wird.
•    Standart-Wert: der verwendete Wert, wenn während der Prüfung oder Fehlerbehebung nichts Spezielles ausgeführt wird.
•    Interner Name: der Variablenname, der bei pdfToolbox Server, CLI oder SDK verwendet werden kann, um den bei der Prüfung oder Fehlerbehebung verwendeten Wert zu ändern.
Um eine vollkommen dynamische Prüfung zu erhalten, müssen wir Variablen für die Breite und Höhe der Trimbox eingeben.

Abbildung 3: eine dynamische Prüfung, bei der die verwendeten Variablen angezeigt werden

Die kryptischeren Werte für Breite und Höhe verdeutlichen, dass tatsächlich eine Variable für jede dieser Eigenschaften definiert wurde. Mehr ist bei einer dynamischen Prüfung nicht erforderlich.

Dynamische Profile verwenden

pdfToolbox Server

Wenn ein Preflight-Profil mindestens ein Prüf- oder Fehlerbehebungselement besitzt, das eine Variable enthält, ist es ein sogenanntes dynamisches Preflight-Profil. Solche Profile können bei pdfToolbox Server genauso ausgewählt werden wie ein reguläres Profil. Aber Sie können die zugrunde liegenden Werte durch Hinzufügen zusätzlicher CLI-Befehle im Job-Fenster von pdfToolbox Server ändern.


Abbildung 4: Job-Fenster in pdfToolbox

Der obige Job beim pdfToolbox Server sieht vollkommen normal aus, wir haben jedoch zusätzliche CLI-Parameter zur Einstellung der Variablen hinzugefügt. Für jede Variable wird der Parameter in folgendem Format hinzugefügt:

--setvariable=<Variablenname>:<neuer Wert>

•    Variablenname ist der symbolische Name für die Variable, wie Sie sie bei der Prüfung oder Fehlerbehebung definiert haben.
•    Neuer Wert ist der Wert, den pdfToolbox während des Preflights nutzen soll.

Wie Sie sehen können, ermöglicht Ihnen dies, ein variables Preflight-Profil für die Konfiguration unterschiedlicher Jobs einzusetzen, die jeweils auf Basis der Befehle „setvariable“ aus der Jobdefinition ein anderes Preflight ausführen.

pdfToolbox CLI und pdfToolbox SDK

Sie können sogar noch weiter gehen, wenn Sie das pdfToolbox CLI oder pdfToolbox SDK nutzen. Da Sie dort Befehle für das Preflight jeder Datei eingeben, können Sie ändern, wie jedes individuelle Preflight ausgeführt werden soll.
Das ist hervorragend geeignet, wenn Sie beispielsweise ein Webportal betreiben, bei dem Kundenbestellungen eingehen. Wenn Sie jedes Preflight gemäß den Bestellungen ändern, wird tatsächlich gemäß der Kundenbestellung geprüft.

Die Möglichkeiten von Variablen

Variablen können zu Prüfungen und Fehlerbehebungen hinzugefügt werden. Die Eigenschaft, die geprüft oder bei der Fehler behoben werden sollen, muss nur über die orangefarbene Schaltfläche verfügen, damit Sie die Variable definieren können.
Aber es ist auch möglich, ein Prüf- oder Fehlerbehebungselement in einem Profil auszuwählen und eine Variable einzurichten, die als Schalter fungiert: Wird sie auf „1“ gesetzt, wird die Prüfung oder Fehlerbehebung während des Preflights ausgeführt, wird sie auf „0“ gesetzt, wird sie nicht ausgeführt. Damit können Sie Profile erstellen, die optionale Prüfelemente oder Fehlerbehebungen enthalten. Durch einfaches Setzen der Variablen auf den entsprechenden Wert entscheidet das Programm, ob die Prüfungen und Fehlerbehebungen ausgeführt werden.

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