In pdfToolbox mit Farben arbeiten

Probleme mit falschen Farbräumen und Farben treten häufig bei Grafik-Workflows auf und pdfToolbox stellt in diesem Bereich viele Funktionen zum Beheben dieser Probleme bereit. Lesen Sie weiter, um einen Überblick darüber zu erhalten was unterstützt wird (und was nicht)!

Preflight

Zunächst einmal unterstützt pdfToolbox natürlich das Preflighting für Farben. Mit einem Preflight-Profil kann man die Verwendung von RGB, Schmuckfarben, kalibrierten Farbräumen (wie ICC-basierte Farbräume), Output-Intent und vieles weitere prüfen. Sie erhalten eine vollständige Lösung, mit der Sie sicherstellen, dass die Farbe, die Sie erhalten, auch die ist, die Sie wünschen. Im Folgenden erfahren Sie, welche Möglichkeiten Sie haben, wenn ein Dokument nicht Ihren Anforderungen entspricht.

Farbkonvertierung mit ICC-Profilen

Die häufigste Farbkonvertierung ist die mit ICC-Profilen. Anhand eines Quell- und eines Ziel-ICC-Profils konvertiert die Farb-Engine alle Farben von der Quell- zur Zielfarbe. pdfToolbox Desktop verfügt über eine spezielle Switchboard-Aktion für diese Art der Farbkonvertierung.
 
Abbildung 1: Prozesskonvertierungsfenster im Switchboard

Dadurch können Sie festlegen, welche Art von Datei Sie konvertieren, welche Farben Sie konvertieren möchten (im Beispiel wird alles außer Schmuckfarben konvertiert) und was das Ziel ist. Dies stellt eine manuelle bzw. interaktive Konvertierung dar, aber Sie können es auch automatisch ausführen lassen.
 
Abbildung 2: Voreinstellung, alle Farben nach ISOCoatedv2 zu konvertieren

Der Schlüssel ist hier die Voreinstellung „Convert colors“. Sie kann exakt nach Ihren Wünschen konfiguriert und anschließend in einem Preflight-Profil genutzt werden. Ein solches Preflight-Profil kann in allen pdfToolbox-Produkten (Desktop, Server, CLI und SDK) ausgeführt werden.

Farbkonvertierung mit DeviceLink-Profilen

Bei der Konvertierung von CMYK zu CMYK oder Spezialverarbeitungen wie TAC-Reduktion oder Tinteneinsparung liefern Farbkonvertierungen auf Grundlage von DeviceLink-Profilen bessere Ergebnisse. Dies ist ebenfalls in pdfToolbox durchführbar.

DeviceLink-Profile manuell zuweisen


In pdfToolbox Desktop enthält die Farbgruppe im Switchboard das Element „DeviceLink conversion“. Damit können Sie das zu verwendende DeviceLink-Profil auswählen sowie festlegen, auf welche Objekte es angewendet wird und welche Farbräume Sie konvertieren möchten.
 
Abbildung 3: DeviceLink-Konvertierung mit dem Switchboard

DeviceLink-Profile automatisch anwenden

Die gleiche Technologie ist auch wieder mittels Voreinstellung für automatisierte Workflows verfügbar.
 
Abbildung 4: TAC-Reduktion anhand einer Voreinstellung
Die Beispiel-Voreinstellung richtet die TAC-Reduktion für PDF-Dateien anhand eines ColorLogic-Profils ein.

Wo Sie DeviceLink-Profile erhalten

pdfToolbox kann DeviceLink-Profile für PDF-Dokumente lediglich anwenden, ein Profil-Editor oder -Creator ist nicht enthalten. Um die DeviceLink-Funktion zu nutzen, benötigen Sie DeviceLink-Profile. Hier bestehen einige Möglichkeiten:

  • Sie können die DeviceLink-Profile verwenden, die in der DeviceLink-Option für pdfToolbox enthalten sind. Dabei handelt es sich um eine separate, kostenpflichtige Option, die Ihnen eine Liste wichtiger DeviceLink-Profile bereitstellt, die hauptsächlich von einem Standard zu einem anderen Standard (zum Beispiel von SWOP zu ISOCoated) konvertieren
  • Sie können Ihre eigenen DeviceLink-Profile verwenden. Sie können mit verschiedenen Tools wie CoPrA von ColorLogic DeviceLink-Profile erstellen. Es ist jedoch wichtig, dass diese Profile offen bzw. ungesichert sein müssen, sodass sie in pdfToolbox genutzt werden können.
  • Sie können ein DeviceLink-Paket kaufen, das von einem Anbieter erstellt worden ist. Solche Pakete enthalten vom Anbieter vorgefertigte DeviceLink-Profile. ColorLogic ist ein Beispiel eines Anbieters, von dem eine große Bandbreite von DeviceLink-Paketen erhältlich ist, die die Möglichkeit zur Konvertierung zwischen Standards, zur TAC-Reduktion oder zur Einsparung von Tinten bereitstellen.

Mit Schmuckfarben arbeiten

Das Ändern oder Entfernen von Schmuckfarben ist oft ein Thema und pdfToolbox hält eine Vielzahl an Funktionen zu Schmuckfarben bereit. In pdfToolbox Desktop können Sie interaktiv mit einer List von Schmuckfarben in einem PDF-Dokument arbeiten.
 
Abbildung 5: Arbeit mit Schmuckfarben im Switchboard

Für jede Schmuckfarbe können Sie den Namen ändern, den Farbraum und die Werte wechseln und sie einer Prozessfarbe zuordnen oder einfach nach CMYK konvertieren.
Bei einem automatisierten Workflow ist es wiederum besser, eine Voreinstellung zu nutzen, um die Schmuckfarben zuzuordnen oder sie nach CMYK zu konvertieren. Die Voreinstellung „Map spot and process colors“ ermöglicht die Zuordnung von Schmuckfarben oder ihre Konvertierung nach CMYK.
 
Abbildung 6: Neuzuordnung von Schmuckfarben mit einer Voreinstellung

Übliche Farbprobleme beheben

In der Praxis bestehen viele Farbprobleme, die nicht auf den vorherigen Farbkonvertierungen beruhen. Ein Beispiel ist die Korrektur von Vierfarben-Schwarz, wie in der folgenden Beispieleinstellung.

 
Abbildung 7: Beispieleinstellung zur Konvertierung von 4C Schwarz nach reinem Schwarz


pdfToolbox bietet Voreinstellungen für alle üblichen Farbprobleme, darunter:

  • Vierfarben-Schwarz nach reinem Schwarz konvertieren
  • Die Farbe „All“ (Separation Schwarz) nach reinem CMYK-Schwarz konvertieren
  • Fettes Schwarz nach reinem Schwarz und umgekehrt konvertieren
  • Schwarze oder graue Objekte zum Aufdruck und weiße Objekte für die Aussparung einrichten

Sie entscheiden, welche dieser Voreinstellungen für Ihren Workflow geeignet ist. pdfToolbox enthält diese Funktionen, damit Sie bei Ihren PDF-Dokumenten leichter die Elemente korrigieren können, von denen Sie denken, dass sie korrigiert werden sollten!

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