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ISO-Standard PDF/X

1. Historie

Im April 2002 wurde der ISO-Standard 15930-3:2002 besser bekannt als PDF/X-3 verabschiedet. Mit diesem Standard wird die Übermittlung digitaler Druckvorlagen auf der Grundlage von PDF geregelt. Mit diesem Standard steht ein klares Regelwerk zum sicheren und flexiblen Einsatz des Dateiformates PDF in der grafischen Industrie zur Verfügung. Sowohl Herstellern als auch Dienstleistern wird damit eine dringend notwendige Basis für die Entwicklung und Einführung zeitgemäßer Lösungen und Arbeitsabläufe geboten.

An der Ausgestaltung des PDF/X-3-Standards waren maßgeblich beteiligt:

  • der Bundesverband Druck und Medien (bvdm),
  • die Ugra (Verein zur Förderung wissenschaftlicher Untersuchungen in der grafischen Industrie, Schweiz),
  • die Ifra (INCA-FIEJ Research Association),
  • die European Color Initiative (ECI) sowie
  • die FOGRA (Forschungsgesellschaft Druck e.V.) beteiligt.


Den beiden weltweit anerkannten PDF-Experten Olaf Drümmer und Stephan Jaeggi war die Ausarbeitung des Normtextes übertragen worden.

2. Die Ziele

Wichtige Ziele bei der Erarbeitung der PDF/X-3-Norm waren:

  • Einfachheit,
  • Praxistauglichkeit bei möglichst vielen – professionellen wie auch semi-professionellen – Anwendern,
  • Zukunftssicherheit sowie
  • wirtschaftlich attraktive Möglichkeiten der Umsetzung.

3. Erstellung und Überprüfung

Um insbesondere die schnelle und breite Durchsetzung von PDF/X-3 voranzutreiben, finanzierten bvdm, Ugra und Ifra eine frei verfügbare Software für die Erstellung und Überprüfung von PDF/X-3-Dateien. Als “PDF/X-3 Inspector (Freeware)” steht dieses Acrobat Plug-In für Macintosh und Windows kostenlos zum Download zur Verfügung auf der Website www.pdfx.info. Inzwischen gibt es eine Reihe von kommerziellen Werkzeugen und Systemen, die PDF/X-3 direkt oder indirekt unterstützen.

4. Die Ausprägungen

Von PDF/X gibt es verschiedene Ausprägungen, deren Teile unterschiedliche Anforderungsbereiche abdecken.

PDF/X-1 lässt ausschließlich CMYK und Schmuckfarben zu (Anwendung überwiegend in den Vereinigten Staaten von Amerika)

PDF/X-3 lässt auch geräteunabhängige Farbräume zu und bietet daher Vorteile für das sich allmählich stärker verbreitende Colormanagement.

PDF/X-2 ist eine Norm, die sich mit der Übermittlung unvollständiger Druckvorlagen, also beispielsweise mit niedrig aufgelösten Platzhaltern für Bilddaten, befasst.

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